Schönheitsreparaturen an Felgen
Wirtschaftlichkeit der Reparatur wurde geprüft.
Einteilung der Felgen
Typ
Reparaturmöglichkeiten
Aluminiumgussrad
siehe Punkt 2
Aluminiumgussrad (glanzgedreht)
siehe Punkt 3
CFK-Felge
siehe Punkt 4
Aluminiumgussfelge
Bei folgenden Beschädigungen muss die Felge ersetzt  werden:
Alle Arten von Verformungen
Alle Arten von Rissen
Alle Schäden, die sich tiefer als 1 mm im Aluminium zeigen
Alle Schäden in der Innenfläche der Felge, sowie im Felgenbett
Die Rundlaufabweichung und der Axialschlag vor der Aufbereitung überschreiten die Fertigungstoleranz von 0,3 mm
Folgende Beschädigungen können repariert werden:
Beschädigungstiefe im Aluminium maximal 1 mm
Abstand der Beschädigung vom äußeren Felgenrand darf 30 mm nicht überschreiten
GRA-PIX-GRRB-41-046-12
Lackbeschädigungen im Bereich (1) können durch eine Lackierung in Stand gesetzt werden.
Im Bereich (2) ist eine Lackierung nicht zulässig.
GRA-PIX-GRRB-41-046-11
Im Bereich (1) ist eine Instandsetzung am Aluminium bis zu einer Tiefe von 1 mm zulässig.
Bei Beschädigungen am Aluminium im Bereich (2) muss die Felge ersetzt werden.
Reparaturablauf Aluminiumgussfelge
1 – Felge vorbereiten
Reifen demontieren.
Aluminiumfelge mit Dampfstrahler reinigen.
Aluminiumfelge trocknen.
Aluminiumfelge vorschleifen (scharfe Kanten mit Körnung P180 Schleifscheibe brechen).
Aluminiumfelge abblasen.
Beschädigte Bereiche mit Silikonentferner großflächig reinigen.
Allgemeine Informationen
GRA-SYM-GRCI0000-10-CAUTION
CAUTION
Gesundheitsschädliche Stoffe.
Gesundheitsbeeinträchtigung bei Kontakt mit gesundheitsschädlichen Stoffen!
Sicherheitshinweise auf den Gebinden und die Hinweise auf dem Sicherheitsdatenblatt des Herstellers beachten und einhalten.
Arbeiten nur mit angemessener persönlicher Schutzausrüstung durchführen.
Spachtelmasse S1
Verarbeitungszeit 20 °C
90 min
Verarbeitungszeit 30 °C
60 min
Aushärtedauer 60 °C
60 min
Lagerung
15 °C ... 25 °C
Haltbarkeit (Ablaufdatum auf der Kartusche beachten)
12 Monate
Das Gebinde kann mit einer handelsüblichen Kartuschenpresse ausgepresst werden. Nur Kartuschenpressen mit einer Kolbenstange verwenden.
2 – Felge instand setzen
2 – Oberfläche für den Auftrag der Spachtelmasse vorbereiten
Oberfläche metallisch blank schleifen.
Bei Stahlblech Körnung 80 verwenden.
Bei Aluminiumblech Körnung 180 verwenden.
Die Oberfläche muss sauber, trocken und fettfrei sein.
Oberfläche mit Reinger R2 reinigen und 5 min ablüften lassen.
Oberfläche mit Reinger R1 reinigen und 2-3 min ablüften lassen.
2 – Spachtelmasse auftragen
GRA-PIX-GRRB-41-057-25
Bereich (1) mit Spachtelmasse S1 auffüllen.
Spachtelmasse S1 mit Überschuss auftragen.
Spachtelmasse S1 möglichst in einem Zug auftragen, um Lufteinschlüsse zu vermeiden.
2 – Spachtelmasse aushärten
GRA-PIX-GRRB-41-057-25
Spachtelmasse S1 aushärten.
GRA-PIX-GRWE-2358263_1
GRA-SYM-GRCI0000-10-INFO
TECHNICAL INFORMATION
Wahlweise können verschiedene Geräte verwendet werden.
Spachtelmasse S1 mit Heizmattensystem "FlexiTherm" aushärten.
Betriebsanleitung beachten.
Im Steuergerät (5) Programm auswählen.
Das Steuergerät kontrolliert und regelt eigenständig die Temperatur jeder einzelnen Heizmatte (1).
Diese werden getrennt voneinander angesteuert. Auf der Innenseite (rote Seite) befindet sich der Temperatursensor.
Die Heizmatten dürfen nur in Verbindung mit dem Antihaftpapier (8) angewendet werden.
Zur fehlerfreien Temperaturmessung muss der Sensor immer auf der Spachtelmasse (getrennt durch Antihaftpapier) aufliegen.
GRA-PIX-GRWE0510-004
Spachtelmasse S1 mit Infrarotstrahler aushärten.
GRA-SYM-GRCI0000-10-NOTICE
RISK OF DAMAGE
Beschädigung durch Überhitzung
Beim Einsatz von temperaturgesteuerten Infrarotstrahlern können beim Trocknen von Spachtel und Füller Schäden an Klebstoffverbindungen, Lackmaterial und Fahrzeugteilen entstehen. Die im Infrarotstrahler integrierten Thermometer funktionieren nur bei großen, ebenen Flächen zuverlässig. Bei kleinen Flächen wie z.B. C-Säulen oder Schweller wird häufig nur eine daneben liegende, kältere Fläche gemessen. Dies führt zu tatsächlichen Oberflächentemperaturen von bis zu 130 °C, obwohl am Infrarotstrahler nur 70 °C eingestellt sind. Beim Teilersatz der hinteren Seitenwände mit der Reparaturmethode Kleben und Nieten können diese hohen Temperaturen zu einer sichtbaren Abzeichnung im Bereich der Trennfuge führen.
Die Oberflächentemperaturen an kleinen Bauteilflächen während des Trockenvorgangs mit externem Thermometer prüfen. Generell gilt: Die Oberflächentemperaturen dürfen 85 °C nicht überschreiten.
Beim erstmaligen Einsatz eines Infrarotstrahlers müssen die richtigen Abstände passend zur Temperatur ermittelt werden.
Infrarotstrahler einschalten, Abstand so lange ändern, bis über einen Zeitraum von 2 min sich die Oberflächentemperatur der Spachtelmasse nicht mehr ändert.
Temperatur mittels optischen Thermometer messen.
Bei Verwendung von optischen Thermometern (Epsilon-Wert 0,92-0,95) muss während der Messung der Heizstrahler kurz ausgeschaltet werden.
Ermitteltes Maß notieren.
GRA-PIX-GRWE0510-005
Zur Messung der Oberflächentemperatur können handelsübliche optische Thermometer verwendet werden.
2 – Spachtelmasse bearbeiten
GRA-SYM-GRCI0000-10-CAUTION
CAUTION
Schleifstaub beim Schleifen von Bauteilen.
Gesundheitsgefahr!
Schleifstaub direkt absaugen.
Für ausreichende Belüftung sorgen.
Arbeiten nur mit angemessener persönlicher Schutzausrüstung durchführen.
Feinstaubmaske mit Schutzklasse P2-P3 tragen.
Spachtelmasse S1 nach dem Abkühlen auf 25 °C maschinell schleifen.
Die maximal zulässige Schichtstärke nach dem Schleifen beträgt 5 mm.
Bei Stahlblech Körnung 80 verwenden.
Bei Aluminiumblech Körnung 180 verwenden.
Poren und Fehlstellen, die nach dem Schleifen an der Oberfläche sichtbar werden, müssen mit Polyesterspachtel (BMW Colorsystem) geschlossen werden.
Bohrer Ø4,2 mm verwenden. Poren durch Drehen des Bohrers mit der Hand v-förmig erweitern. Vertiefungen mit Polyesterspachtel auffüllen.
Oberfläche mit Reinger R2 reinigen und 5 min ablüften lassen.
Oberfläche mit Reinger R1 reinigen und 2-3 min ablüften lassen.
3 – Felge lackieren
Vorschleifen für Füllerapplikation (Körnung P220 Schleifscheibe oder Softpad superfein).
Aluminiumfelge abblasen.
Aluminiumfelge mit Silikonentferner reinigen.
Aluminiumfelge, Felgenbett und Anlagefläche der Nabe maskieren.
Rückseite des Felgenhorns maskieren.
Füller auftragen.
Füller trocknen.
Füller schleifen (Körnung P400 Schleifscheibe).
Aluminiumfelge abblasen.
Aluminiumfelge mit Hydroreiniger reinigen.
Schraubenlöcher maskieren.
Aluminiumfelge reinigen vor Basislackauftrag.
Basislack auftragen.
Basislack trocknen.
Klarlack auftragen.
Klarlack trocknen.
Aluminiumgussfelge (glanzgedreht)
Bei folgenden Beschädigungen muss die Felge ersetzt  werden:
Alle Arten von Verformungen
Alle Arten von Rissen
Alle Schäden, die sich tiefer als 1 mm im Aluminium zeigen
Alle Schäden in der Innenfläche der Felge, sowie im Felgenbett
Die Rundlaufabweichung und der Axialschlag vor der Aufbereitung überschreiten die Fertigungstoleranz von 0,3 mm
Es sind keine Schönheitsreparaturen am Aluminium zulässig.
Bei glanzgedrehten Aluminiumgussrädern darf auf der gesamten Felgenvorderseite nur der Klarlack repariert werden.
GRA-PIX-GRRB-41-046-12
Lackbeschädigungen im Bereich (1) können durch eine Lackierung in Stand gesetzt werden.
Im Bereich (2) ist eine Lackierung nicht zulässig.
GRA-PIX-GRRB-41-046-11
Im Bereich (1) sind Beschädigungen am Aluminium bis zu einer Tiefe von 1 mm zulässig.
Aus technischer Sicht muss die Felge nicht ersetzt werden.
Bei Beschädigungen am Aluminium im Bereich (2) muss die Felge ersetzt werden.
CFK-Felgen
Es sind keine Schönheitsreparaturen an CFK-Felgen zulässig.
Bewertung der Beschädigungen an der CFK-Felge
Bei folgenden Beschädigungen muss die Felge ersetzt werden:
Alle Arten von Verformungen
Alle Arten von Rissen
Alle Beschädigungen größer 1 mm Tiefe
Die Rundlaufabweichung und der Axialschlag überschreiten die Fertigungstoleranz von 0,3 mm
GRA-PIX-GRRB-41-046-11
Im Bereich (1) sind Beschädigungen bis zu einer Tiefe von 1 mm zulässig.
Aus technischer Sicht muss die Felge nicht ersetzt werden.
Bei Beschädigungen im Bereich (2) muss die Felge ersetzt werden.
GRA-PIX-GRRB-41-027-46
Radial verlaufende Kratzer (1) auf der Innenseite (2) der Felge bis zu einer Tiefe von 0,4 mm zulässig.
Aus technischer Sicht muss die Felge nicht ersetzt werden.
Innenseite der Felge (2) kann mit temperaturbeständiger Farbe schwarz matt lackiert werden.
Bei Kratzern mit einer Tiefe größer 0,4 mm muss die Felge ersetzt werden.
4 – Bestimmung der Kratzertiefe
GRA-PIX-GRRB-41-027-45
Lehre  hat eine Prüfspitze (1) mit einer Höhe von 0,4 mm.
Steht die Prüfspitze am tiefsten Punkt des Kratzers auf (Abbildung A), dann kann sie nach links und rechts bewegt werden. Der Kratzer hat eine geringere Tiefe als 0,4 mm.
Taucht die Prüfspitze im Kratzer so weit ein, dass die Lehre flächig aufliegt (Abbildung B), ist der Kratzer tiefer als 0,4 mm und es liegt eine Beschädigung vor.

Additional Information

Overview of Special Tools

Overview Technical Data

Spachtelmasse S1
Verarbeitungszeit 20 °C
90 min
Verarbeitungszeit 30 °C
60 min
Aushärtedauer 60 °C
60 min
Lagerung
15 °C ... 25 °C
Haltbarkeit (Ablaufdatum auf der Kartusche beachten)
12 Monate
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